Auf ein Wochenende in Breslau

Ende Februar unternahmen wir in einer bunten Gruppe aus Hauptamt, Mitgliedern und Ehrenamtlichen eine zweitägige Seminarfahrt in die Dresdner Partnerstadt Breslau / Wroclaw.

Die Ziele das Vereinsleben etwas zu beleben, Kontakte nach Breslau aufzubauen sowie Vorarbeit für eine ab April startende trinationale Jugendbegegnung zu leisten können als erreicht gelten. Besonderen Eindruck bei den Teilnehmern hinterließ der Besuch bei der Jugendorganisation TRATWA sowie das dortige Gespräch mit dem Sozialpädagogen Wojtek Staniewski sowie ihrem deutschen FSJler. Die beiden erzählten über die Geschichte und Arbeit des Vereins, spezifischen Herausforderungen der Jugendarbeit in Polen und stellten aktuelle Projekte vor. Es wurde vereinbart, dass die Gruppe der trinationalen Jugendbegegnung im April erneut zu TRATWA zurückkehrt, um sich dort mit einer Gruppe Ukrainer zu treffen, die dort regelmäßig zusammenkommen. Das passt sehr gut zum Thema der Jugendbegegnung „Minderheiten und Flüchtlinge“.
Ebenso war die Stadtführung durch die „Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Breslau“ sehr gewinnbringend, da sie sowohl einen Blick auf das historische Werden der Stadt als auch aktuelle Entwicklungen und Konflikte erlaubte. So wurde immer wieder das Phänomen der aktuellen rechtspopulistischen Regierungspartei PiS thematisiert sowie ein Blick auf den Zustand der polnischen Zivilgesellschaft erlaubt. Ebenso kam aber das tägliche Leben in der Stadt zur Sprache sowie die Rolle als EU-Kulturhauptstadt 2016.
Der Besuch der Jahrhunderthalle sowie der „Neuen Synagoge Breslau“ erfolgte ohne Führung und mit eigener Initiative der Teilnehmenden. Ein Teil der Gruppe nahm außerdem noch einer „Free-Tour“ zu jüdischem Leben in der Stadt teil.