Fokus auf Afrika im Umweltzentrum

So, nachdem schon ein, zwei Wochen vergangen sind, kommt nun endlich der Blogeintrag zu den, von mir organisierten, Vortragsabenden vom 8.5. und 9.5.2014 – Fokus auf Afrika!

Der erste Abend, 08.05.2014:

Luis Thon, ein alter Freund meinerseits und andrerseits Afrikanistikstudent der Uni Köln referierte mit mir zum Thema Euro- und Afrozentrismus. Meine Rolle war eher passiv, ich ergänzte was ich für wichtig erachtete. Genauso durfte auch jeder (Teilnehmende) TN ergänzen und natürlich fragen. Der Rahmen war locker. Luis, hatte eine PowerPoint dabei mit Illustrationen die frei zu interpretieren waren. Ein kleiner Leitfaden für uns und eine Verbildlichung der besprochenen Themen für die TN. Stets in offener Runde, heißt es galt frei zu reden, was wir auch wollten. Zwischenfragen wurden zu Diskussionen und so wurde quer durch weitreichend diskutiert. Angefangen bei fremd gezogene Reißbrettgrenzziehungen kamen wir zu fehlenden nationalen Identitätsmerkmalen und so weiter. So wurde mit jeder Frage das Spektrum erweitert, auch wenn auf alles nicht bis ins kleinste Detail eingegangen werden konnte. Was evtl. auch nicht von Nöten war.

Durch anspruchsvolle Diskurse, setzten wir uns allmählich gemeinsam einen kritischen Blick auf. Diesen wollten wir für den Filmbeitrag der im Anschluss anstand. Viele waren es nicht mehr die durchhielten bis nach dem Filmbeitrag – viele planten es sich auch nicht ein (wie sollten sie auch wissen) doch nun gut, der Standpunkt des Löwen von Didier Awadi wurde gezeigt: 40 AfrikanerInnen die über Jahre hinweg interviewt wurden berichteten über Ihren Standpunkt zur Lage auf dem afrikanischen Kontinent.

Standpunkte von hohen UN-Beamten, ehemaligen afrikanische Präsidenten und Ministern oder auch nur von einfache Musikern oder MigrantInnen, die zu einem einzigem Standpunkt verschmolzen. Ein meines Erachtens großartiger Film.

Am 08.05.2014 im Dachsaal des Umweltzentrum Dresden
Der zweite Abend, 09.05.2014:
Ähnlich interaktiv wie am ersten Abend referierte diesesmal Nabil Yacoub, ein ägyptischer Journalist, über Brain Drain und Landgrabbing. Zur Person: er lebt schon seit 40 Jahren (also mehr als sein halbes Leben) in Dresden und wird immer wieder in der Dresdner bildungspolitischen Szene als Referent geladen.

Das Thema ist erst mal nicht so schnell zu greifen, zumindest Brain Drain hört mensch nicht all zu oft. Ich hörte davor noch nie davon.

Es geht dabei um qualifizierte Arbeitskräfte, die ins Ausland ziehen und der damit zusammenhängende Fachkräftemangel im Ursprungsland der Fachkräfte. Auch ging es um aufgekauftes Land und wie dafür Menschen in Massen vertrieben werden. (Landgrabbing). Auch war es wieder ein angenehm lockerer Rahmen, in dem der Referent genau eine Stunde referierte und wir anschließend noch eine Weile diskutierten. Ich würde das Themen in „Interkontinentales Engagement in Afrika“ zusammenfassen. Der Abend komplett zusammengefasst in einem Wort: Toll! Toller Vortrag, tolle Diskussionen, toller Abend.

Vieles was ich aus der Vorbereitungszeit und schlussendlich aus den Veranstaltungen mitnehmen konnte. Ich bin froh diese organisiert zu haben und vielleicht bekomme ich es ja hin, dieses Jahr noch einmal so etwas zu starten!

Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun, in diesem Sinne verabschiede ich mich und verbleib mit einem freundlichem Gruß!

Felix Warsame

PS: An dieser stelle auch nochmal vielen Dank an unsere Förderer die dies erst Möglich machten, dem Lazar-Lichdi Fonds, dem Land Sachsen und der Stadt Dresden, vielen lieben Dank!