Zurück aus Israel mit einem ganzen Koffer voller toller Erlebnisse

Die Rückbegegnung unseres Israelaustausches fand vom 27.2. bis 6.3. 2019 in Israel statt. In den frühen Morgenstunden starteten wir am 27.2.19 von Dresden nach Berlin Tegel, um von dort den Direktflug nach Tel Aviv zu nehmen. Alle waren hochmotiviert aber auch ziemlich aufgeregt. Zum Glück kamen wir ohne große Kontrollen und ohne Kofferverluste am Nachmittag im ziemlich verregneten Tel Aviv an. Dort wurden wir von Michael Schwennen, dem Mitarbeiter der Partnerorganisation DIALOG, herzlich empfangen und nach Tel Mond begleitet. Dort an der Schule erwarteten uns die Gastfamilien. Das Wiedersehen war sehr herzlich.

Am nächsten Tag waren wir als gesamte Gruppe (die israelische und die deutsche Delegation) in Tel Aviv. Da das Wetter sehr stürmisch und regnerisch war (soviel Regen gab es zuletzt 1950!), konnten wir nicht viel von Tel Aviv sehen. Lohnenswert war jedoch der Besuch den Peres Center for Peace and Innovation, obwohl uns die Darstellungen der Startups und israelischen Erfindungen ein bisschen zu patriotisch und populistisch erschienen. Im Anschluss daran hatten wir eine Führung durch die Ausstellung Dialog in the Dark im Kindermuseum von Horon. Für viele war das eine sehr tolle Erfahrung. Ein blinder Guide führte uns durch einen Parcour von absoluter Finsternis. Leider war dieser Besuch mit sehr viel Warten verbunden, da unsere Gruppe so groß war und gesplittet werden musste.

Am Freitag waren wir vormittags in der Schule von Tel Mond und hatten mit Michael und Hanna von DIALOG einen Workshop. Zum einen beinhaltete dieser ein Gespräch mit Hanna, welche den Holocaust überlebte und mit 12 Jahren mit ihrer Familie nach Israel übersiedelte. Danach erarbeiteten die Jugendlichen vier Hauptereignisse im israelisch-palestinensischen Konflikt und hatten dabei eine hitzige Diskussion darüber, wie der Konflikt gelöst werden könnte.

Am Nachmittag waren die Jugendlichen zu Gast bei den Scouts (ähnlich der Pfadfinder in Deutschland). In Israel sind ca. 90% der Jugendlichen Mitglied bei dieser Organisation. Abends feierten die meisten Teilnehmer*innen den Kiddusch in den Gastfamilien.

Am Samstag organisierten die Gastfamilien Ausflüge zu unterschiedlichen Orten. Am Abend trafen wir uns zur Abschiedsfeier in der Schule. Dort gab es lecker Essen, was die Jugendlichen mitgebracht hatten. Und ein Entertainer veranstaltete mit uns lustige Wettspiele. Zudem gab es eine Auswertung über die vier gemeinsam verbrachten Tage.

Am Sonntag fuhren wir früh zeitig los zur Gedenkstätte Yad Vashem. Dort hatten wir zwei parallele Führungen auf Englisch, die wir in gemischten Gruppen wahrnahmen. Die drei Stunden waren sehr eindrücklich und zum Teil erschütternd für uns. Bei einem kurzen Auswertungsgespräch kamen ein paar Jugendliche zu Wort und berichteten von ihren Eindrücken.

Im Anschluss daran mussten wir uns von den Israelis verabschieden. Sie fuhren zurück nach Tel Mond und wir nach Jerusalem ins Hostel. Das Post Hostel war sehr chic, das Frühstück lecker und das Personal sehr freundlich. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Am Nachmittag hatten wir noch Zeit, den nahe gelegenen Markt zu besuchen und kleine Nettigkeiten zu kaufen. Dann ging es aber relativ früh ins Bett, weil es am nächsten Tag wieder zeitig losging.

Am Montag trafen wir uns am Jaffa Tor mit Shirley, einer Deutschen, die seit vielen Jahren in Israel lebt. In vier Stunden führte sie uns durch die Altstadt von Jerusalem und erläuterte uns ganz anschaulich die verschiedenen geschichtlichen Ereignisse, wichtige Gebäude und religiöse Bezüge. An der Klagemauer hatten wir Gelegenheit, auch unsere Anliegen auf Zettel zu schreiben und anzubringen, schön getrennt Männer und Frauen. Am Nachmittag waren wir in der Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda – Haus zu Gast, wo Aktion Sühnezeichen ihren Sitz hat. Dort hatten wir einen Workshop zu den drei Hauptreligionen in Israel, ein Gespräch mit dem Projekt Kids for Peace, was sehr eindrücklich war, und ein Gespräch mit den derzeitigen Freiwilligen von Aktion Sühnezeichen in Jerusalem.

 

Am Samstag ging es dann mit dem Bus und der Guidin Esther ans Tote Meer. Das war ein toller Ausflug mit der Besteigung und einer Führung auf der Festung Massada, einem kurzen Spaziergang ins Tal En Gedi und dem Baden im Toten Meer. Abends wurden wir in die Jugendherberge nach Tel Aviv gebracht, wo wir noch einen schönen letzten Abend hatten.

Am letzten Tag hatten wir eine Auswertungsrunde mit Michael und Hanna von DIALOG. Am Flughafen war die Befragung durch die Sicherheitsleute etwas nervig und aufregend. Dennoch kamen wir gut durch die Kontrolle und dann ziemlich ermattet um Mitternacht in Dresden wieder an.

Wir danken herzlich allen an der Organisation des Austausches Beteiligten wie der Stadt Dresden, den Mitarbeiter*innen der Organisation DIALOG, den Lehrer*innen der Schule in Tel Mond, allen Gastfamilien, den Stadtführerinnen Schirley und Esther und den Mitarbeter*innen der Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda in Jerusalem und wir freuen uns auf einen erneuten Austausch in zwei Jahren.