Der PJR bei den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ sind bundesweite Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnerinnen und Gegnern sowie Opfern von Rassismus. Sie gehen auf den 21.März 1960 zurück, als die Polizei bei friedlichen Protesten gegen diskriminierende Passgesetze in Südafrika 69 Demonstrierende erschossen hatte. Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ dauern bis zum 6. April, hier findet ihr die Internetseite dazu.

Unser Europäischer Freiwilliger Sviatik hat zwei Abendveranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen organisiert und wir wollen euch hier davon berichten.

Unsere erste Abendveranstaltung am 23. März ging über das Thema “Rechtsextremismus” und fand in den Räumen der Brücke/Most Stiftung statt: Herr Vaclav Walach aus Prag berichtete über die Problematik der Hate Crimes in der Tschechischen Republik.

Herr Walach arbeitet bei der Organisation In IUSTITIA, bei der die Forschung von Hate Crimes in Tschechien im Mittelpunkt steht. In seinem
Vortrag hat er die Entwicklung von Hate Crimes vor und nach 1989 gezeigt und statistische Daten aus verschiedenen Jahren vorgestellt. Es gab auch Statistiken über die verschiedenen Arten von Hate Crimes und die häufigsten Orte dieser Verbrechen. Aber leider zeigen die Statistiken nicht alle Fälle der Verbrechen, weil nicht alle bei der Polizei gemeldet werden. Herr Walach sagte auch, dass der Grund dafür ist, dass viele Menschen in Tschechien kein Vertrauen in die Polizei haben.  Außerdem nahm er kritisch Stellung zur Verwendung des Extremismus-Begriffs, den er als viel zu undifferenziert und fehlleitend charakterisierte.

Am 28. März fand unsere zweite Abendveranstaltung zum Thema “Populismus“ statt. Zu dieser Veran staltung hat unserer Freiwilliger Sebastian Franco einen Vortrag über dieses Phänomen und seine geschichtliche Entwicklung gehalten. Anhand von Beispielen hat Sebastian gezeigt, dass der Populismus global ist und sich häufig in der Geschichte wiederholt. Außerdem wurde uns demonstriert, was sehr oft Populismus verursacht. Dazu gehören unprofitable Wirtschaft, Identitäts- und Sicherheitsfragen.

Da Sebastian aus den USA kommt, hat er auch über dieses Phänomen in seinem Land und über seine eigene Theorie berichtet.

Wir bedanken uns bei den Gästen, die Interesse an unseren Abendveranstaltungen gezeigt haben und dabei waren. Wir haben fest vor, nächstes Jahr wieder bei den Aktionswochen vertreten zu sein.