Ende Dezember und Anfang Januar haben wir wieder unseren Workshop zum Thema "Social Media - Leben im Web" durchgeführt. Schon seit einigen Jahren bieten wir dieses Projekt für Teilnehmer des Jugendweihe Programms an.
Große Brisanz hatte für die Jugendlichen das Thema Datenschutz, das wegen der Veröffentlichung persönlicher Daten vieler prominenter Menschen auch gerade große mediale Öffentlichkeit erfährt. Doch auch bei Cybermobbing gab es regen Meinungsaustausch, vor allem weil einige auch schon persönliche Erfahrungen mit dieser Form des Psychoterrors per Mausklick gesammelt hatten.
Wie in der Vergangenheit war der Workshop für alle Beteiligten sehr interessant und sorgte für spannende Diskussionen. Es ist ein Thema das für alle relevant ist, aber nur selten in aller Ruhe reflektiert wird.
In letzter Zeit haben wir mehrmals unser Seminar „Web 2.0“ im KJFH Plauener Bahnhof und an Dresdner Schulen durchgeführt. Ziel dieses Seminares ist es, mit den Teilnehmer*innen ins Gespräch zu kommen und ihre Erfahrungen und Erwartungen zum Thema Internet & Smartphone mit einzubeziehen. Somit starteten wir das Seminar mit einer Erwartungsabfrage um zu erfahren, was sich die Teilnehmer*innen vorstellen und ob sich dies mit unserem „Programm“ deckt. Auch bietet es die Möglichkeit näher auf bestimmte Themen einzugehen, da wir sehen, wo die Interessen liegen. Auch ist es wichtig Gesprächsregeln auszumachen, damit ein geplanter Austausch an Meinungen für alle verständlich abläuft.
Mit einem Positionierungsspiel ging es anschließend weiter im Seminar. Dabei sollten sich die Teilnehmer*innen zu bestimmten Thesen im Raum positionieren; ablehnen oder zustimmen oder von beiden etwas. Um dabei ins Gespräch zu kommen, baten wir darum den eigenen Standpunkt zu begründen und die damit verbundenen eigenen Erfahrungen zu teilen. Hier lassen sich sehr gut verschiedene Themenblöcke berühren (von Datenschutz über Fake-Profile bis hin zu Medienabhängigkeit), auf die wir dann später zurückkommen können.
Anschließend haben wir über Soziale Medien gesprochen: Facebook, Twitter, Instagram, YouTube & Co. Wie erwartet hatten die Schüler viele Kenntnisse über diese Anwendungen und man besaß viel Gesprächsmaterial. Schließlich sind wir zum Thema Datenschutz gekommen, der Hand in Hand mit den sozialen Netzwerken gehen sollte. Zur Einführungen haben wir ein Video von „Klicksafe“ gezeigt, in dem die Protagonistin ihre Erfahrung bezüglich eigener Daten im Internet erläutert. Anschließend befragten wir dann die Schüler*innen zum gezeigten Video und zu eigenen Erfahrungen. Dass bereits wenige persönliche Daten ausreichen, um jmd. zu identifizieren, wollten wir mit dem Spiel „Steckbrief“ zeigen. Hierfür ließen wir jede/n Schüler*in einen kleinen Fragebogen ausfüllen und anschließend wurde die Informationen vorgetragen. Es war wirklich erstaunlich, dass nach lediglich 3 Merkmalen die gesuchten Personen ermittelt werden konnten.
Anschließend sprachen wir über WhatsApp, evtl. negative Folgen vom ständig erreichbar sein und stellten ein „WhatsApp Knigge“ für den Klassenchat auf.
Zum Schluss fanden wir mit einem kurzen „Ratespiel“ bezüglich deutscher YouTuber den Einstieg in das beliebteste soziale Medium: YouTube. Das Spiel wurde mit sehr viel Euphorie aufgenommen. Die Schwierigkeit hierbei war lediglich auf vermeintliche Tricks einiger YouTube- Stars hinzuweisen, da diese bei den Schüler*innen einen hohen Stellenwert besitzen.
Im Rahmen der Jugendweihe führten wir beim KJFH Plauen das Seminar durch und mit unseren Tablets nutzten wir ein -von uns erstelltes- online Quiz von „Kahoot“. Es wurde von allen sehr gut aufgenommen.
Seit meinem letzten Bericht, der gerade mal vor 13 Wochen geschrieben wurde ist viel passiert. Obwohl dreizehn Wochen nach einer langen Zeit klingen verging sie unheimlich schnell. Unheimlich und schön zu gleich. Auf der einen Seite zeigen fallende Kalenderblätter das baldige Ende eines sehr lehrreichen Jahres und auf der anderen schaue ich mit einem Lächeln zurück.
Beim Versuch dieses dritte Quartal unter einen Oberbegriff zu stellen half mir unser Grundschulprojekt „Junge Elbtalforscher“ weiter. Ähnlich, wie die Teilnehmenden erkunde und entdecke ich stets neues und erweitere so mein Wissen in vielerlei Richtungen. Erforscht, entdeckt und gelernt wurde dabei oftmals außerhalb der heiligen Hallen des Büros. Zunächst endete der März mit unserer spannenden und aufregenden Brüsselfahrt, die neben Land und Leute auch noch jede Menge Informationen zur Politik vermittelte. Die folgenden 14 Tage standen ganz unter dem Motto der Erkundung der Stadtteile Plauen und Altstadt. Geleitet durch die App Actionbound zogen wir mit Jugendweiheteilnehmenden auf der Suche nach Spuren des Nationalsozialismus und der DDR durch die Straßen. Dabei wurden Aufgaben gelöst, Fragen beantwortet und interessante Gespräche geführt.
Start der Jugendbegegnung
Die „heiße Phase“ des Aprils begann nach den erholsamen Feiertagen. Mit vielen Fragen, Gedanken und Erwartungen im Gepäck startet unsere trinationale Jugendbegegnung mit einem achttägigen Aufenthalt in Wroclaw. Währenddessen beschäftigten wir uns mit Minderheiten in Polen, deren momentaner Lage und natürlich auch mit der lokalen Beschaffenheit dieser geschichtsträchtigen Stadt. Auf der Suche nach deutschen Spuren in Breslau stießen wir auf allerlei erstaunliche Dinge. Erstaunlich war auch wieder einmal, wie unheimlich schnell die Zeit verging. Der Gedanke des baldigen Wiedersehens Ende Mai tröstete dabei. So bereiten wir in den ersten Maitagen das Geschehene nach und steckten zugleich Mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Teil. Mit großer Vorfreude auf kommendes stiegen wir daher Ende Mai in den Bus Richtung Osten. Nach sportlichen 12 Stunden Fahrt und einer erstaunlich reibungslosen Grenzpassage begrüßte uns Lemberg mit bestem Sonnenschein. Das ukrainische Städtchen mit alle seinen zahlreichen Facetten und Kulturen zog uns sofort in seinen Bann. Bedingt durch die aktuelle politische Situation und die damit verbundenen Schicksale der Geflüchteten aus dem Osten und der Krim gestalteten unsere Projektwoche ausgesprochen spannend, lehr- und abwechslungsreich. Über alle unsere Erlebnisse berichteten wir im Jugendblog DUP „ In der Ferne-zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa“.
Neben diesem Großprojekt vermittelte ich gemeinsam mit meiner Mentorin einer Klasse des Nexö- Gymnasiums das Prinzip des Klassenrates, führte zwei Projekttage zum Thema Nationalsozialismus, Dresden im NS und Spuren im Stadtteil Plauen durch und half bei der Erstellung der Broschüre der Dresdener Rathausrallye. Dazu läuft das oben angesprochene Projekt der „Jungen Elbtalforscher“ weiterhin. Nach den Komplexen Sport & Freizeit, kulinarische Weltreise und einer Ostersondertour steht nun die Erkundung verschiedener örtlicher Institutionen, wie dem Mehrgenerationengarten Aprikosengarten und der Polizei an.
In der letzten Schulwoche sind wir mit Projekten von Partizipation bis Planspiel an vielen Dresdener Schulen zu finden. Nach diesen ereignisreichen Tagen steht schon fast der Juli und damit der vorletzte Monat meines FSJ´s vor der Tür. Aber bis zum Ende ist noch etwas Zeit und die werde ich ganz sicher genießen.
Am 7. Februar haben wir im Rahmen des Jugendweihe-Programms wieder einen Workshop zum Thema: “Leben im Netz” durchgeführt. Die Jugendlichen hatten eine gute Möglichkeit, mehr über das Internet zu erfahren, welche Gefahren es beherbergt und welchen Möglichkeiten es den Jugendlichen beim Lernen gibt.
Die Jugendlichen waren beim Workshop sehr engagiert und begeistert dabei. Es kamen auch die Themen Cyberbobbing und Hatespeech vor.
Der Workshop zeichnete sich durch große Methodenvielfalt aus. Er bestand aus einem Positionierungsspiel, einem Quiz, einer Präsentation und mehreren Videobeispielen, um den Kindern die Information maximal zu veranschaulichen.
Es wird mal
wieder Zeit ein Zwischenrésumé zu ziehen. Nun arbeite ich schon seit über drei
Monaten beim PJR und es kommt immer mehr Schwung in meinen Arbeitsalltag. Ein-
bis zweimal pro Woche bin ich unterwegs bei verschiedenen Veranstaltungen.
Aktuell bin ich in zwei verschiedene Sozialtrainings, beziehungsweise
Klassenräte eingebunden.
Zudem findet
jeden Dienstag die freie GTA „Junge Elbtalforscher“ an der 8. Grundschule
statt. Hier erkunden wir zusammen mit 10 Kindern den Stadtteil Dresden-Pieschen
mithilfe von Missionen und Aufgaben für Tablets. Die Kids sind sehr aufgeweckt
und interessiert und es macht Freude mit ihnen zusammen das Projekt
durchzuführen. Dieses dauert noch bis in den Sommer an.
Social Media Workshop
Anfang
Februar hatten wir im Rahmen des Bildungsangebots zur Jugendweihe erneut eine
Veranstaltung zum Thema Social Media. Auch in diesem Workshop habe ich einen
festen Part, der mir Spaß macht. Im März folgt noch ein weiterer Termin.
In der
letzten Woche haben wir einen Workshop zum Thema „Flucht, Asyl und Migration“
ausgearbeitet. Ursprünglich war dieser als Ferienworkshop für Schülerinnen und
Schüler geplant. Leider gab es zu wenige Anmeldungen, weshalb wir ihn absagen
mussten. Ziel ist es nun den Workshop an Schulen oder im Rahmen anderer
Veranstaltungen durchzuführen.
Umsonst war die Arbeit also keinesfalls. Zudem hat es zur eigenen Weiterbildung
beigetragen.
Aktuell
beginne ich auch zusammen mit einem Freund von meinem FSJ-P Jahrgang an unserem
eigenen Projekt zu arbeiten. Wir wollen den Dokumentarfilm „Blut muss fließen“
an Schulen zeigen und im Rahmenprogramm ein Gespräch mit dem Regisseur Peter
Ohlendorf organisieren. Der Film handelt von dem konspirativen Milieu der
Rechtsrock-Konzerte in Deutschland. Möglich wurde dieser Dokumentarfilm durch
die Aufnahmen eines Menschen, welcher Undercover die Rechtsrockszene
unterwandert und unauffällig gefilmt hat. Auf dieses Projekt bin ich schon sehr
gespannt.
Insgesamt
fühle ich mich auch weiterhin wohl im Büro. Zudem komme ich besser damit klar,
lange Zeit am PC zu arbeiten. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich daran zu
gewöhnen. Nun habe ich auch nach der Arbeit noch Kraft Sachen zu unternehmen.
Ende Januar
hatte unsere FSJ-P Seminargruppe die zweite Bildungsfahrt. Diesmal waren wir im
Kloster St. Marienthal in Ostritz. Das liegt an der polnischen Grenze, also an
der Neiße, zwischen Görlitz und Zittau. Insgesamt waren wir dadurch ziemlich
angeschnitten, hatten aber trotzdem eine schöne Zeit.
Unser Seminarthema war „Extremismus und Populismus“. Hier konnten wir
inhaltlich verschiedene Aspekte bearbeiten, manchmal fehlte jedoch die
Tiefgründigkeit. Das war aber aufgrund der beschränkten Zeit und der teilweise
mangelnden Fitness der FSJ-Pler_Innen nicht immer möglich.
Einen Tag waren wir in Görlitz bei einem soziokulturellen Stadtrundgang. Hier
wurde uns die Entstehung eines großen Jugendkulturzentrums namens „Rabryka“
gezeigt. Hier haben Jugendliche Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen. Zudem
könne sie eigene Projekte auf dem Gelände durchführen und fördern lassen. Zum
Bauen stehen auch Werkstätten zur Verfügung. Hier werden also Jugendlich aktiv
in Planungsprozesse miteinbezogen. Dieses Konzept der Verbindung von Freizeit
und politischer Jugendbeteiligung finde ich faszinierend.
Auch die Abende innerhalb der Gruppe waren sehr schön.
Die nächste
Seminarfahrt ist Ende April und geht nach Brüssel. Hier bin ich auch aktiv in
der Planung involviert.
Soviel bis
jetzt. Ich freue mich auf die kommenden Wochen.