von Tobias | 12.09.2024 | Blog, Broschüren
Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer deutsch-israelischen Jugendbegegnung Teil der Broschüre „Schulisch-außerschulische Kooperationen im internationalen Austausch“ der Initiative „Austausch macht Schule“ geworden sind. „Austausch macht Schule“ ist eine Initiative der bundesweiten Fach- und Förderstellen der internationalen Jugendarbeit.
Die Broschüre stellt 20 inspirierende Beispiele guter Praxis vor und zeigt dabei die vielfältigen Möglichkeiten erfolgreicher Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Partnern. Sie sollen inspirieren und Schule oder außerschulische Organisation zu einem internationalen Austausch ermutigen.
Die Broschüre findet ihr unter folgendem Link: austausch-macht-schule.org/publikation/kooperationen-im-austausch
von Franziska | 18.11.2022 | Blog
Nun sind unsere Austauschschüler*innen schon seit zwei Wochen aus Israel zurück, sodass es Zeit wird für einen kleinen Rückblick.
Insgesamt 20 Jugendliche von der 10. bis zur 12. Klasse aus vier verschiedenen Gymnasien in Dresden und ihre vier erwachsenen Begleiter*innen konnten in der letzten Oktoberwoche zu ihren Gastfamilien nach Israel fliegen. Dort wartete ein spannendes Programm auf sie, das ihnen das Land, seine Kultur und Geschichte näherbringen sollte.
Dazu bereiste die Gruppe unter anderem die größten Städte des Landes: Tel Aviv-Jaffa, Haifa und selbstverständlich Jerusalem. Dabei erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Stadtgeschichten und konnten außerdem zentrale Sehenswürdigkeiten und Orte Israels ansehen. Zum Beispiel die Holocaustgedenkstätte „Yad VaShem“, die vielen Schüler*innen als sehr eindrucksvoll in Erinnerung bleibt.
Doch auch typische touristische Attraktionen, die das Land zu bieten hat, konnte die Austauschgruppe besuchen. Sie besichtigten die Bahaigärten und die Feste Massada, fuhren in die Golanhöhen, an den See Genezareth und ans Tote Meer.



Natürlich war gleichzeitig der kulturelle Austausch zentral. So fand die Führung auf der Feste Massada unter dem Thema „Erinnerungskultur“ statt und an mehreren Stellen gab es Gespräche mit israelischen Vereinen, Institutionen und Stadtvertreter*innen, unter anderem eine Begegnung mit dem Projekt „Kids for peace“ und mit Hanna Tidhar, welche Holocaustüberlebende und Gründerin der mitorganisierenden Bildungsstätte „Dialog“ ist.
Nach acht Tagen ging es dann schon wieder nach Hause. Für alle Teilnehmer*innen war es eine spannende, aufregende und vielleicht auch aufschlussreiche Veranstaltung. Gleichzeitig ist es im deutsch-israelischen Kontext auch ein notwendiges Stück Aufarbeitung unserer Vergangenheit.
Wir danken den verschiedenen Förderern der Maßnahme: Dem Bundesprogramm ConAct für deutsch-israelische Austausche, der Landeshauptstadt Dresden und der Axel Springer Stiftung.
Wir freuen uns auf zukünftige internationale Begegnungen!
Das Projekt wurde ermöglicht durch Förderung der Stadt Dresden, des Koordinierungszentrums für Deutsch-Israelischen Jugendaustausch Conact sowie der Axel-Springer-Stiftung.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 05.10.2018 | Blog

Nach vielen Monaten der Planung mit der Stadt Dresden und fünf Dresdner Gymnasien waren vom Sonntag, dem 23. September, bis zu Dienstag, 02. Oktober, 21 Schüler*innen aus der Stadt Tel Mond im Norden Israels in Dresden zu Gast. Sie waren untergebracht bei 20 Dresdner Schüler*innen, die von fünf verschiedenen Schulen kommen: vom St.-Benno-Gymnasium, Berthold-Brecht-Gymnasium, Romain-Rolland-Gymnasium, Vitzthum-Gymnasium sowie vom Kreuzgymnasium. Nachdem nun das Programm in Dresden geschafft ist, steht im Februar 2019 der Gegenaustausch in Israel an. Doch von Anfang an:
Am Sonntagmittag kamen die Israelis mit dem Bus vom Prager Flughafen an. Bei 7 Grad Celsius kam bei allen gleich eine richtige Herbststimmung auf. Die Israelis hatten für den Nachmittag noch Zeit sich von der Reise auszuruhen und in den Gastfamilien anzukommen.
Am Montag ging das Programm dann los. In aller Frühe sind wir von den Schulen aus mit den Gastschüler*innen zum Theaterplatz gelaufen beziehungsweise gefahren, um von dort mit einer kleinen Stadtrundfahrt zu beginnen. Nachmittags hatte die Gruppe dann viel Zeit und Raum sich gegenseitig kennenzulernen. Es gab ein paar Kennlernspiele, Organisatorisches und – das wichtigste überhaupt – Kekse.
Dienstag lief ähnlich ab, auch hie
r waren wir vormittags nur mit den Israelis unterwegs, um nachmittags noch einen gemeinsamen Workshop zu haben. Wir sind nach Moritzburg gefahren, um mit der Lößnitzgrundbahn wieder zurückzufahren. Der Workshop am Nachmittag war von den Dresdner Schüler*innen vorbereitet und drehte sich um das Sächsische Schulsystem. Außerdem ging es um die Geschichte der DDR und um die Wiedervereinigung.
Am Mittwoch schließlich durften die Israelis die Deutschen in die Schule begleiten. Dort haben sie auch Israel als Land vorgestellt. Nachmittags haben wir, als Ergänzung zum Workshop vom Vortag, die Gedenkstätte Bautzner Straße besucht, wo die Stasi in der SED-Diktatur ihre politischen Feinde festhielt und drangsalierte. Um nach den bedrückenden Erfahrungen in der Gedenkstätte noch etwas gemeinsam zu machen, gab es dann noch ein Pizzapicknick an der Elbe.
Während des nächsten Tages konnten sich die Dresdener Schüler*innen wieder stark einbringen. Wir haben in drei Gruppen drei Stationen in Dresden aufgesucht, wofür die Deutschen jeweils einen kurzen Vortrag vorbereitet hatten. Zuerst waren wir im Unigebäude am Weberplatz 5, wo wir einiges über Victor Klemperer erfahren haben, der in der Weimarer Republik Professor an der TU Dresden war und auch unter dem Nazi-Regime leiden musste, weil er Jude war. Die zweite Station war die Neue Synagoge an der Carolabrücke. Hier ging es unter anderem um die Geschichte der alten Sempersynagoge und wie das Gemeindeleben in der Neuen Synagoge funktioniert. Die letzte Station war schließlich das ehemalige Judenlager Hellerberg sowie das Zentralwerk an der Zeithainer Straße. Hier mussten Juden Zwangsarbeit verrichten. Inzwischen ist an dem Ort die Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden eG ansässig, welche unter anderem mit einem Kulturverein den Gebäuden eine neue Bedeutung geben möchte.
Für den Freitag war ein kleiner Höhepunkt geplant: Wir durften eine Veranstaltung der Stadt Dresden besuchen, zu der ehemalige Dresdner*innen oder deren Nachfahren eingeladen waren, die aufgrund des Holocausts aus Dresden fliehen mussten. Die Menschen kamen teilweise von sehr weit her und es war sehr interessant sich mit ihnen auszutauschen. Danach haben wir Peter Stein getroffen. Sein Vater war Fotograf und musst vor dem Nazi-Regime fliehen. Wir haben mit Peter Stein eine Ausstellung im Stadtmuseum besucht, wo Fotos seines Vaters ausgestellt waren. Abends haben wir den jüdischen Gottesdienst in der neuen Synagoge besucht, wo auch viele von den Menschen vom Vormittag dabei waren. Anschließend hat die Jüdische Gemeinde zum Kiddusch geladen, wo auch der Oberbürgermeister mit dabei war. Beim Kiddusch gab es sehr leckeres Essen und die Möglichkeit Mitglieder der Gemeinde kennenzulernen.
Das Wochenende stand den Gastfamilien mit ihren Gästen frei zur Verfügung, sodass sie dies individuell nutzen konnten. Am Montag war schließlich schon unser letzter gemeinsamer Tag. Hier gab es noch einen Workshop zum Thema Populismus, wo die Schüler*innen sehr kontrovers diskutierten. Danach konnten die Schüler*innen das Nachhaltigkeitsprojekt Konglomerat e.V. in Dresden kennenlernen. Abends war schließlich noch der Abschiedsabend im Kinder- und Jugendhaus „Schieferburg“. Hier gab es lecker Suppe und jede Menge gute Stimmung. Außerdem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich gegenseitig eine Postkarte zu schreiben, sodass am Ende für alle eine Postkarte geschrieben wurde. Die Postkarten haben wir mit ins Büro genommen und an die jeweilige Person verschickt.

Schließlich war es am Dienstagmorgen schon wieder so weit, dass wir uns von unseren israelischen Gästen verabschieden mussten. Die Israelis sind mit dem Bus nach Prag gefahren, um dann am Abend zurück nach Israel zu fliegen. Jetzt zählen Israelis und Deutsche schon die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis sie sich in Tel Mond im Februar wiedersehen!
Das war’s auch schon mit dem Bericht vom ersten Teil der Begegnung. Wer aber noch ein paar hübsche Bilder vom Austausch sehen möchte, kann auf unseren Instagram-Account schauen!
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