von ESK-Freiwillige | 21.10.2019 | Blog
Jetzt ist eine Weile vergangen, seit ich nach Dresden gezogen bin, und in der Zwischenzeit ist viel passiert. Als ich vor zwei Monate meinen ersten Blogbeitrag geschrieben habe, war es draußen grün und bunt. Jetzt hat der Herbst seine gelben und braunen Farben über Dresden gebreitet und der verlängerte Sommer, den ich hier in Dresden bekommen habe, ist vorbei – das Wetter wird zunehmend dänisch, und das ist kein Vorteil.

Tablettour zum Thema Nationalsozialismus in Südvorstadt/Plauen, Dresden mit Schülern von Gymnasium Bühlau
Nicht nur draußen ist viel passiert, sondern auch im Büro. Wir haben vor allem ein 7-tägiges Projekt zum Thema Bombardierung Dresdens mit einer Schulklasse aus Bühlau gehabt. Es nahm viel Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch und ist sehr gut gelungen. Leider konnte ich fast nur zur Vorbereitung dabei sein, da ich letzte Woche mein erstes EFD-Seminar hatte, das Einführungsseminar in Weimar. Eine Stadt, wie ich herausfand, mit unglaublich vielfältiger Geschichte und Kultur. Von Goethe über Bauhaus bis zum Nationalsozialismus – alle haben sie ihre Spuren in der idyllischen Stadt hinterlassen.

Zeit für ein Bild auf der Brücke vor dem Stadtschloss während unsere „Entdeckt Weimar“-Stadttour
Die Tage waren vollgepackt mit der Möglichkeit neue Leute kennenzulernen, an Workshops teilzunehmen, kulturellen Austausch zu erleben und noch vielem mehr. Wenn 20 Leute mit so vielen unterschiedlichen Fähigkeiten aus Ländern sowohl innerhalb als außerhalb Europas Grenzen zusammenkommen, ergibt sich eine tolle Chance sich selbst herausfordern zu lassen und Neues zu lernen. Es war eine intensive Woche, wo ich viel Inspiration aus anderen Projekten und von Freiwilligen kriegte, und wo neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit entstanden.
Jetzt bin ich wieder zurück in Dresden mit großer Motivation neue Projekte und Aufgaben anzugehen. Draußen verlieren die Bäume mehr und mehr ihr Laubkleid, während der Winter sich nähert.
Der Europäische Solidaritätskorps wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 27.11.2017 | Blog
Hallo wieder!
Die erste drei Monate von meinem EFD-Projekt sind fast vorbei und mir ist so viel passiert, dass ich das unbedingt mit euch teilen will. 
Als erstes möchte ich sagen, dass ich unglaublich freundliche Mitarbeiter habe, die ich für alle meine Fragen konsultieren kann. Dank ihnen habe ich mich sehr schnell an mein Leben im Ausland gewohnt: mein Zimmer gestaltet und dekoriert, die Möglichkeit weiter Sport zu machen ausgesucht, neue Freunde gefunden und auch Freizeitaktivitäten entdeckt.
Bereits im September nach 2 Wochen in Deutschland hatte ich mein Ankunftstraining, das 7 Tage lang dauerte und in Weimar stattfand. Ich habe mit 19 anderen EFDlerinnen und EFDlern an verschiedenen Aktivitäten teilgenommen und auch viel über den europäischen Freiwilligendienst und die Stadt selbst erfahren. Ein Tag war Ausflugstag und ich habe das Buchenwald – Konzentrationslager, das in der Nähe von Weimar liegt, besucht. Diese Woche hat mir viel Spaß gemacht und auch eine Freiwillige habe ich danach im Oktober in Leipzig besucht.
Im unseren Büro gab´s auch viel zu tun. Im Oktober fand unsere Rathausrallye für Grundschule Kinder statt, dann eine Stolperstein-Tour für Achtklässler/innen und anschließend mein russischer Abend für PJR Ehrenamtliche und Mitarbeiter/innen. Die Rallye wurde in Zusammenarbeit von Franzi vom Büro und Matthias vom Jugendamt der Stadt Dresden vorbereitet und durchgeführt. Ich sollte nur Fotos machen und hatte die perfekte Möglichkeit, Neues von der Geschichte von Dresden zu erfahren.
Zur Stolperstein-Tour haben Tobias, unser FSJler Clemens und ich 7 Stolpersteine ausgewählt und den Jugendlichen die traurigen Biografien von verfolgten Juden/Jüdinnen erzählt. Ich hatte ein bisschen Angst vor der Veranstaltung gehabt, in der ich ja als eine Art Reiseführerin wirken musste, aber alles lief gut und hat mich sehr gefreut.
Am kompliziertesten war für mich bisher der russische Abend. Dazu habe ich eine Präsentation von meiner Stadt gemacht und ein Video ausgesucht um das alles dem Team des PJR zu zeigen. Ich habe mir bei der Vorbereitung Mühe gegeben und alle Zuschauer waren danach zufrieden.
Im November habe ich an der Actionbound Führung der ehemaligen FSJlerin Charlott mit dem Thema „Dresdner Stadtgeschichte“ teilgenommen. Mit Tablets sind wir durch das Stadtzentrum gegangen, haben jede Menge neue Information bekommen und sollten auch Fragen dazu beantworten. Es war für mich sehr interessant, ich überlege mir auch so eine interaktive Tour mit der App herzustellen.
Und zu guter Letzt, mit Tobias sind wir zwei Monate lang fast jeden Donnerstag in die 6. Klasse eines Gymnasiums gegangen, um dort ein Sozialtraining zu machen und den Klassenrat einzuführen. Dabei konnten auch einige meiner Ideen von Sozialspielen durchgeführt werden und am Ende habe ich dazugelernt, was der Klassenrat überhaupt ist. In meiner Stadt habe ich noch nie von so was gehört, deswegen war das für mich besonders lehrreich.
Viele Grüße,
Marina
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.