von Tobias | 06.03.2026 | Blog
Ich verbringe jetzt schon seit fünf Monaten mein freiwilliges Jahr im Europäischen Solidaritätskorps im Ecomuseo Villa Ficana in Italien. Ficana ist eine kleine Nachbarschaft in der Stadt Macerata, deren Besonderheit es ist, dass die Häuser hier vor ca. 150 Jahren aus roher Erde errichtet wurden. Diese Bautechnik ist zwar überall in Italien zu finden, aber nur in Ficana stehen die Erdhäuser so konzentriert. Auch meine Mitfreiwilligen und ich wohnen in so einem Haus und man kann an den Wänden noch das Stroh sehen, dass beim Bau eingemischt wurde.
Die Arbeit im Museum besteht für mich hauptsächlich aus Öffentlichkeitsarbeit für das Museum selbst, sowie für uns Freiwillige und was wir erleben. Außerdem halten wir manchmal Workshops für Kinder und Erwachsene ab und dekorieren das Museum je nach Jahreszeit. Neben der Arbeit im Museum gibt es noch zwei weitere: Zum Einen betreuen wir das Jugendzentrum Spazio Altrove, in dem unter anderem Tischtennis und Brettspiele gespielt werden können. Zum Anderen arbeiten wir im Second-Hand Laden Nuovi Amici, der es zum Ziel hat, günstig Kleidung und Gegenstände zu verkaufen und aus den Erlösen Angebote für Menschen mit Behinderung zu finanzieren.

Das Schöne an der Arbeit ist, wie viele tolle Leute man kennenlernt. Bis auf die eine oder andere Person, die im Second-Hand Laden ein unrealistisches Schnäppchen schlagen will, sind mir bisher nur herzliche und offene Menschen begegnet. Auch die vielen Katzen in unserer kleinen Nachbarschaft trauen sich langsam zu unserem Haus und schauen uns von der Mauer aus beim Arbeiten zu. Ohne Italienisch kommt man hier leider nicht besonders weit, aber wir unterstützen uns gegenseitig beim Lernen und durch die große Universität in der Stadt trifft man zum Glück viele Studenten, die Englisch können. Auch die Region generell ist sehr abgelegen und es ist nicht gerade leicht, an freien Tagen mal eben zu verreisen. Trotzdem nehmen meine Freunde und ich die langen Fahrzeiten auf uns und erkunden das Umland. Eine Rundreise durch den Süden Italiens ist bereits geplant. Das muss man Macerata lassen, in der Sonne auf der Wiese picknicken zu können und ein Panorama der Sibillini Berge in der Ferne zu sehen, fühlt sich schon wie ein Luxus an.
Herbst und Winter haben uns gezeigt, dass das idyllische Bild vom sonnigen Italien auf jeden Fall nicht stimmen muss, denn in Macerata regnet es viel und da die Häuser hier dazu gebaut wurden, um Wärme abzuhalten, bekommt man dann schnell ein Problem wenn es draußen kälter als zwölf Grad wird. Auch jetzt, im Frühling, schlafe ich nachts noch mit drei Decken und Pullover. Dafür haben wir aber großes Glück, wie gut unsere Freiwilligen-Gruppe zusammenpasst, denn so können wir alle Schwierigkeiten zusammen durchstehen. Das Leben in unserem Haus hat uns sehr zusammengeschweißt und neben Sprachkenntnissen, sozialen Kompetenzen und mehr Verständnis für die fremde Kultur werde ich definitiv Freunde fürs Leben aus Italien mitnehmen. 
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von Tobias | 27.11.2025 | Blog
WIR SUCHEN eine/n ehrenamtliche/n Bertreuer/in für unsere Deutsch–Französisch–Ukrainische Jugendbegegnung zum Thema Erinnerungspolitik 2026 💭🌍
Das Projekt ist eine Kooperation des PJR Dresden und des Stadtjugendrings Stuttgart.
Im Mittelpunkt stehen die Fragen:
👉 Wie erinnern wir in Europa an Krieg, Diktatur und demokratische Neuanfänge?
👉 Wie können junge Menschen heute Erinnerungskultur mitgestalten?
📅 Voraussichtliche Termine:
📍 06.–12. April 2026, Stuttgart
📍 13.–19. Juli 2026, Straßburg (Frankreich)
📍 19.-25.10.2026, Dresden
✨ Deine Aufgaben:
• Begleitung & Unterstützung der deutschen Jugendgruppe (16–20 Jahre)
• Mithilfe bei Programmgestaltung & methodischer Umsetzung
• Organisation & Kommunikation mit Partnern aus Stuttgart, Frankreich & der Ukraine
• Unterstützung bei Freizeit, Gruppenprozessen & ggf. Übersetzung
💡 Wir wünschen uns:
• Interesse an politischer Bildung, Geschichte oder interkultureller Arbeit
• Freude an der Arbeit mit Jugendlichen
• Teamgeist, Geduld & Verantwortungsbewusstsein
• Englischkenntnisse (Französisch oder Ukrainisch sind selbstverständlich ein Plus)
🎁 Wir bieten:
• Einblick in internationale Jugendarbeit & Erasmus+
• freie Unterkunft, Verpflegung & Fahrtkostenübernahme
• Teilnahme an Vorbereitungstreffen
• ein Offizielles Zertifikat (Youthpass) über dein Engagement
• eine Aufwandsentschädigung von 150 € / Begegnungstag
📩 Interesse?
Dann melde dich beim Politischen Jugendring Dresden e. V.
✉️ mail@pjr-dresden.de
📞 0351 4706476
von Tobias | 06.11.2025 | Blog
Du willst dich einbringen, neue Erfahrungen sammeln und mit anderen etwas bewegen? Dann bist du beim Politischen Jugendring Dresden genau richtig!
Bei uns kannst du dich auf ganz unterschiedliche Weise engagieren – kreativ, kommunikativ oder organisatorisch. Ob du lieber Veranstaltungen planst, Social Media machst, Workshops begleitest oder im Vorstand mitentscheidest: Wir unterstützen dich dabei, deine Ideen umzusetzen.
Unsere Ehrenamtsprofile zeigen dir, welche Möglichkeiten es gibt und was zu dir passen könnte.
Schau rein, finde deine Rolle – und werde Teil unseres Teams!
[cmsms_gallery layout=“slider“ image_size_slider=“large“ slider_effect=“slide“ slider_autoplay=“true“ slider_slideshow_speed=“7″ slider_animation_speed=“600″ slider_pause_on_hover=“true“ slider_rewind=“true“ slider_rewind_speed=“1000″ slider_nav_control=“true“ animation_delay=“0″]18273|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2025/11/1-2-200×200.png,18275|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2025/11/2-1-200×200.png,18277|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2025/11/3-1-200×200.png,18279|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2025/11/4-1-200×200.png,18281|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2025/11/5-1-200×200.png[/cmsms_gallery]
von Tobias | 23.10.2025 | Audio & Video, Blog
Hier wollen wir euch einige Videos zeigen, die in unserer trinationalen Jugendbegegnung „Generation Europe“ entstanden sind. Die Jugendbegegnung hatte zwei Teile, sie fand vom 18.8.25 – 25.8.25 in Dresden und vom 15.9.25 – 22.9.25 in Podgorica statt. Neben unserer Gruppe war das Youth Development Center aus der Ukraine und die Local Democracy Agency aus Montenegro beteiligt.
Hier und hier sind kurze TV-Beiträge zu sehen, die über die Jugendbegegnung gemacht wurden. Aktiviert die englischen Untertitel!
Für Instagram entstand ein Reel in Dresden und einer in Podgorica. Zudem wurden einige Teilnehmer*innen in Podgorica ins montenegrinische Fernsehen eingeladen. Hier könnt ihr das Video mit Untertiteln sehen.
Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.
von Tobias | 07.10.2025 | Blog
In diesem Sommer trafen sich junge Menschen aus Sachsen/Deutschland, der Ukraine und Montenegro zum Erasmus+-Jugendaustausch „Generation Europa“. Das zweiteilige Projekt führte nach Dresden und Podgorica. Was als Begegnung von Fremden begann, entwickelte sich rasch zu einer unvergesslichen Reise voller gemeinsamer Erfahrungen, neuer Freundschaften und der Frage, was es heute bedeutet, jung in Europa zu sein.
Teil I – Vernetzung in Dresden
Der Austausch startete in Dresden, einer Stadt, in der Geschichte auf Gegenwart und Transformati
on trifft. Zwischen rekonstruierten Barockbauten und modernen Kreativräumen beschäftigte sich die Gruppe mit Themen wie Youthpass, Menschenrechte, lokales Engagement sowie europäische Identität und Kultur. In Workshops ging es um demokratische Teilhabe, Jugendaktivismus, den Schutz der Menschenrechte und die Rolle von lokalem Engagement für die Zukunft Europas.
Lokale NGOs und Jugendzentren stellten ihre Arbeit zu Integration, Nachhaltigkeit und politischer Bildung vor – insbesondere im Hinblick auf junge Menschen. Diese Begegnungen machten deutlich: „Europäisch sein“ bedeutet nicht nur Grenzen oder Institutionen, sondern vor allem Solidarität, Empathie und gemeinsame Verantwortung. Abends prägten interkulturelle Aktivitäten, Musik und lebendige Diskussionen das Miteinander.
Teil II – Wiederannäherung in Podgorica
Wenige Wochen später ging es in Podgorica, der pulsierenden Hauptstadt Montenegros, weiter. Dort verlagerte sich der Fokus vom Lernen hin zu Engagement und Reflexion. Aufbauend auf den Diskussionen in Dresden setzten wir uns mit Gemeinschaftsinitiativen auseinander, die lokale Herausforderungen adressieren – von Nachhaltigkeitsaktionen bis hin zu Workshops zu Jugendaktivismus und Inklusion.
Podgoricas Wärme – sowohl klimatisch als auch in der Gastfreundschaft – verlieh diesem Teil eine persönliche Note. Wir erkundeten, wie sich europäische Zusammenarbeit aus Sicht des Westbalkans anfühlt, wo die Werte und Ziele der EU täglich diskutiert werden, während Montenegro den EU-Beitritt anstrebt. Dies verdeutlichte: Die EU ist ein fortlaufendes Projekt, das jede Stimme und jede Region braucht.
Lehren jenseits der Grenzen
„Generation Europe“ war mehr als ein Projekt – es war eine lebendige Erfahrung und ein gemeinsames Nachdenken über unsere Identität als Europäer:innen und über das, was uns verbindet. Wir erkannten, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und Inklusion ständige Arbeit erfordert – und dass die Stimme der jungen Generation entscheidend ist.
Die Freundschaften, die in Dresden und Podgorica entstanden, zeigten: Europas Vielfalt ist keine Hürde, sondern eine Stärke. Wir kehrten mit neuen Ideen, engen Freundschaften und dem gemeinsamen Glauben zurück, dass die Zukunft Europas in unseren Händen liegt.
Vorwärts – als europäische Jugend
Mit der Rückkehr nach Hause bleibt das Gefühl von Kontinuität: ein Netzwerk junger Menschen, das Veränderung über Grenzen hinweg vorantreibt. „Generation Europe“ hat uns daran erinnert, dass Partizipation mit Dialog beginnt – und Dialog mit Verständnis.
In beiden Städten haben wir nicht nur über Europa gesprochen – wir haben es gelebt.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Politischen Jugendring Dresden e.V., dem Youth Development Center Ukraine und der Local Democracy Agency Montenegro und wurde von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen gefördert.