In Dresden heimisch werden

Hallo wieder!

Die erste drei Monate von meinem EFD-Projekt sind fast vorbei und mir ist so viel passiert, dass ich das unbedingt mit euch teilen will.

Als erstes möchte ich sagen, dass ich unglaublich freundliche Mitarbeiter habe, die habe ich für alle meine Fragen konsultieren kann. Dank ihnen habe ich mich sehr schnell an mein Leben im Ausland gewohnt: mein Zimmer gestaltet und dekoriert, die Möglichkeit weiter Sport zu machen ausgesucht,  neue Freunde gefunden und auch Freizeitaktivitäten entdeckt.

Bereits im September nach 2 Wochen in Deutschland hatte ich mein Ankunftstraining, das 7 Tage lang dauerte und in Weimar stattfand. Ich habe mit 19 anderen EFDlerinnen und EFDlern an verschiedenen Aktivitäten teilgenommen und auch viel über den europäischen Freiwilligendienst und die Stadt selbst erfahren. Ein Tag war Ausflugstag und ich habe das Buchenwald –  Konzentrationslager, das in der Nähe von Weimar liegt, besucht. Diese Woche hat mir viel Spaß gemacht und auch eine Freiwillige habe ich danach im Oktober in Leipzig besucht.

Im unseren Büro gab´s auch viel zu tun. Im Oktober fand unsere Rathausrallye für Grundschule Kinder statt, dann eine Stolperstein-Tour für Achtklässler/innen und anschließend mein russischer Abend für PJR Ehrenamtliche und Mitarbeiter/innen. Die Rallye wurde in Zusammenarbeit von Franzi vom Büro und Matthias vom Jugendamt der Stadt Dresden vorbereitet und durchgeführt. Ich sollte nur Fotos machen und hatte die perfekte Möglichkeit, Neues von der Geschichte von Dresden zu erfahren.

Zur Stolperstein-Tour haben Tobias, unser FSJler Clemens und ich 7 Stolpersteine ausgewählt und den Jugendlichen die traurigen Biografien von verfolgten Juden/Jüdinnen erzählt. Ich hatte ein bisschen Angst vor der Veranstaltung gehabt, in der ich ja als eine Art Reiseführerin wirken musste, aber alles lief gut und hat mich sehr gefreut.

Am kompliziertesten war für mich bisher der russische Abend. Dazu habe ich eine Präsentation von meiner Stadt gemacht und ein Video ausgesucht um das alles dem Team des PJR zu zeigen. Ich habe mir bei der Vorbereitung Mühe gegeben und alle Zuschauer waren danach zufrieden.

Im November habe ich an der Actionbound Führung der ehemaligen FSJlerin Charlott mit dem Thema „Dresdner Stadtgeschichte“ teilgenommen. Mit Tablets sind wir durch das Stadtzentrum gegangen, haben jede Menge neue Information bekommen und sollten auch Fragen dazu beantworten. Es war für mich sehr interessant, ich überlege mir auch so eine interaktive Tour mit der App herzustellen.

Und zu guter Letzt, mit Tobias sind wir zwei Monate lang fast jeden Donnerstag in die 6. Klasse eines Gymnasiums gegangen, um dort ein Sozialtraining zu machen und den Klassenrat einzuführen. Dabei konnten auch einige meiner Ideen von Sozialspielen durchgeführt werden und am Ende habe ich dazugelernt, was der Klassenrat überhaupt ist. In meiner Stadt habe ich noch nie von so was gehört, deswegen war das für mich besonders lehrreich.

Viele Grüße,

Marina

Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.