Elbtalforscher III. Klappe- die letzte!

Nach den Osterferien starteten wir in unseren letzten Themenkomplex ´Institutionen des Stadtteils´. Was auf den ersten Blick langweilig und öde erscheint, entwickelte sich im Laufe der Wochen zu einer spannenden Erkundungsreise.

Zuerst warfen wir einen Blick hinter die mächtigen und hohen Wände der Markuskirche. Viele der Teilnehmenden hatten noch nie ein Glaubenshaus besucht und hörten den Ausführungen des Pfarrers genau zu. Geduldig beantwortete der Geistliche die zahlreichen Nachfragen der faszinierten Kirchbesucher*innen. Den Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes) stellte zweifellos der Gang auf den Kirchturm dar. Neben den großen Glocken mitsamt derer signifikanter Klänge lernten sowohl Teilnehmende als auch die Betreuer*innen jede Menge Neues.

Denk global, iss lokal

Die zentrale Idee des Projekts waren die Erkundung des Stadtteils und die Sensibilisierung der Teilnehmenden. Um ihnen die lokalen Strukturen nahe zu bringen besuchten wir das Frühgemüsezentrum. Dort erweiterten sie ihr Wissen zu den benötigten Vegetationsbedingungen und dem Wachstumszyklus der lokalen Pflanzen.

Vertiefend zum Thema lokale Initiativen und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bzw. Mitwirkungsangebote suchten wir den Mehrgenerationengarten „Aprikosengarten“ in Pieschen auf. Vor Ort befassten sich die Teilnehmenden erneut mit dem Wachstumszyklus der Pflanzen und erweiterten ihren Horizont zudem im Bereich der gesunden Ernährung.

Freunde und Helfer

In hochoffizielle Gebäude führten uns die Ziele unserer letzten beiden Missionen. Unter dem Motto „Dein Freund und Helfer“ statteten wir der örtlichen Polizeistation einen Besuch ab. Derart aufmerksam und wissbegierig waren die jungen Forscher*Innen selten. So rasch, wie die Arme der Kinder nach oben schnellten, konnte die freundliche Polizistin die zahlreichen Fragen gar nicht beantworten. Während dieser Tour kristallisierten sich deutlich die Differenzen zwischen der Realität und Serien/ Spielen o.a. heraus. Somit wurden den Teilnehmenden Illusionen rund um das Gebiet der Polizeiarbeit genommen und ihnen ein breites Wissensspektrum über deren tatsächliche Tätigkeit vermittelt.

Unsere letzte Erkundungsreise hatte die örtliche Feuerwehrstation zum Ziel. Neben waschechten Feuerwehrleuten konnten wir uns mit dem Inneren der Einsatzfahrzeuge und den Aufgaben der Dienststelle bekannt machen. Fasziniert wurden eine Löschübung und letztlich sogar das Ausrücken der Fahrzeuge zu einem Einsatz beobachtet.  Mit dieser spannenden Mission endete nicht nur der Komplex zu den örtlichen Strukturen sondern auch unser Projekt „Junge Elbtalforscher“.  Seit Anbeginn des Schuljahres erforschten wir gemeinsam die unterschiedlichsten Facetten des Stadtteils Pieschen. Am Ende dieser interessanten, turbulenten und abwechslungsreichen Zeit starten die Teilnehmenden mit einem erweiterten Horizont, geschärften Sinnen und allerlei Erinnerungen als fertig ausgebildete Elbtalforscher*innen in die Sommerferien.

Ein großes- nein, ein riesiges Dankschön gilt es hier noch einmal an die Vertreter*innen der besuchten Orte zu richten, ohne sie wäre die Durchführung nicht möglich gewesen. Vielen Dank für Ihre Zeit, Geduld und Bereitschaft uns zu empfangen.

Und: Danken möchte ich zudem unseren Teamern Berit, Marcus und Sandra, die sich Woche um Woche neue spannende Missionen ausdachten.