Elbtalforscher Rückblick Teil II

Auch die jungen Elbtalforscher und Elbtalforscherinnen der 8. Grundschule rund um Charlott, Berit, Sandra und Marcus sind nach wie vor unterwegs. Selbst, wenn die Witterungsbedingungen den Winter über für ausgedehnte Touren nicht immer einfach waren, so haben doch alle durchgehalten und sind mit Spaß bei der Sache.

Eines der erklärten Ziele des Projekt ist es, die Wahrnehmung des eigenen Stadtteils und somit des eigenen Sozialraums zu schärfen und Hemmschwellen in der Kontaktaufnahme zu Institutionen im Stadtteil abzubauen.

Wahrnehmung erfolgt nicht ausschließlich über die Augen. Kann ein Stadtteil einen Geschmack haben? Einen Geruch? Hat Pieschen einen bestimmten Klang? Dieser letzten Frage haben sich die Elbtalforscherinnen und Elbtalforscher über mehrere Wochen gewidmet. Dabei spielten sowohl durch Menschenhand erzeugte Geräusche, wie Signaltöne (Sirenen, Klingeln, Hupen, Glocken), aber auch natürliche Geräuschquellen (Tiere, die Elbe, Knirschen von Schnee) eine Rolle. In dem Block „Der Klang deines Stadtteils“ spielte also vor allem die eigene und reflektierte akustische Wahrnehmung eine Rolle.

Im nächsten Themenkomplex befassten sich die Teilnehmenden verschiedenen Speisekulturen im eigenen Stadtteil. Dieser ist durchaus multikulturell geprägt, was sich natürlich auch im Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants niederschlägt. Nach einer ersten Doppelstunde in welcher sich die Kinder mit ihren Essgewohnheiten auseinandersetzten, ging es in die Feldforschung. So lernte die Gruppe etwas über kulinarische Besonderheiten in Spanien/Portugal, der Türkei und Frankreich. Aber auch „altbekanntes“, wie der Fleischer oder der Bäcker um die Ecke boten spannende Einblicke in den jeweiligen Arbeitsalltag und eine breite Produktpalette.

Im bisher umfangreichsten Block galt es in den Wochen vor Ostern sich mit den Möglichkeiten einer aktiven Freizeitgestaltung im Stadtteil zu beschäftigen. Weg von Nachmittagen am Smartphone, hin zu Bewegung und sozialer Interaktion. Auf einer gemeinsamen Tour wurden den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. Vom Tauchen mit Atemausrüstung über die Arbeit mit Nadel & Faden bis zu einer Trommel-/Schlagzeugschule war für alle etwas dabei. Ein Highlight bisher stellte zweifelsfrei der Besuch der „Taekwondo – Akademie Dresden“ inklusive erstem Probetraining dar. Sandra, Berit, Charlott und Marcus durften sich im Anschluss gleich mehrmals zu Boden bringen lassen. Eine weitere feste Institution im Stadtteil ist das „Eselsnest“. Hier kann man auf liebevoll gestalteten Gerüsten klettern, einfach über das große Gelände stromern oder sich eben um die hier wohnenden Esel kümmern. Sogar ein Feuer wurde (unter Aufsicht) entfacht, um das man herumsitzen und spannenden Geschichten lauschen konnte. Zum Abschluss dieses Blocks erkundeten die Jungen Elbtalforscher auf eigene Faust einige der zahlreichen Spielplätze im Stadtteil und unterzogen diese strengen Tests. Wir sind uns sicher, dass das eine oder andere Angebot durch die Kinder in Zukunft häufiger frequentiert werden wird.

Als Abschluss vor den Osterferien gab es noch eine „Ostertour“ auf welcher sich – äquivalent zur Weihnachtstour – mit Osterbräuchen rund um den Globus beschäftigt wurde.

Nun wünschen wir allen Elbtalforschern und Elbtalforscherinnen einen fleißigen Osterhasen und freuen uns auf die verbleibenden Wochen bis zum Schuljahresende!